Wave Gotik Treffen

Eine Reminiszenz

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06.06.2014 - Beim WGT 2014 fiel es mir wieder einmal auf, wie sich alles entwickelt hat und auch welche Entwicklungen diese Szene mitgemacht hat. Ganz klar muss man sagen, dass natürlich jedes WGT vor großartigen Acts nur so strotzt und diese auch Ihr Geld verdient haben. Es ist schließlich auch für jeden etwas dabei, je nach persönlichem Geschmack. Von: Murmel

Image WGT 2012 (Foto: Shadow FX Photography - Murmel)

Mein liebstes Treffen wird immer das 2000er bleiben. Als die Veranstalter pleite gingen und einige Idealisten andere mobilisierten und Tätigkeiten übernahmen, so dass noch einige Bands spielen und die Besucher beglücken konnten. (Nachzulesen in Gothic 2. Auflage von Tobias Seeliger und Peter Matzke erschienen im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag)

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass man nie wehmütig zurückblickt, aber auch folgende Treffen hatten Highlights unter anderem Soft Cell, Tunes of Dawn und viele weitere Bands.

Aber in den letzten Jahren fiel mir in erster Linie auf, dass vor allen Dingen all die bekannten Bands wie Eisbrecher, Zeraphine oder Apoptygma Berzerk bejubelt werden. Junge Bands haben stark daran zu knabbern sich zu etablieren. Nicht dass die großen Bands schlecht wären, aber hier wäre meiner Meinung nach etwas Interaktion seitens der großen Szenenmedien angebracht. Sicherlich schlägt hier auch das Fehlen von Tageskarten zu Buche.

Anno 2014 beschloß ich jeweils einen Tag auf dem Heidnischen Dorf und in der Sixtina zu verbringen. Irgendwie scheint hier die Welt noch in Ordnung zu sein.

Heidnisches Dorf:
Zu Met und anderen geistigen Getränken spielen meist nicht so bekannte Mittelalterbands, Ambiente, angebotene Getränke und Nahrungsmittel sowie Preise passen. Man kann auch ohne Bändchen für einen gewissen Preis auf das Gelände am Torhaus Dölitz. Mit zwei Bühnen und Unterhaltungsmaßnahmen die auf dem Gelände verstreut sind, lohnt sich das HeiDo allemal.
Sixtina:
Seit Jahren veranstaltet die Absinthkneipe Sixtina zum WGT täglich mehrere Konzerte. Früher noch in der Katharinenstraße, finden die Auftritte mittlerweile in der neuen Location, die sich in der Sternwartenstraße befindet statt. Schneewittchen gehören mittlerweile zum Standardprogramm, hinzu kommen verschiedene regionale und unbekannte Acts. In diesem Jahr waren es unter anderem Winterspring und die Dudelzwerge. Und ob bekannt oder nicht, die Bands werden gefeiert und es werden Zugaben gefordert. Es ist weder ein WGT-Bändchen noch ein Eintrittspreis notwendig.
Viktorianisches Picknick:
Dieses findet auch seit einigen Jahren im Clara-Zetkin-Park statt. Hier geht es weniger um Musik als um Viktorianisches, Steampunk und abweichend vom Einheitslook aufgestylte Personen. Hier wird mensch gerne zum Voyer, was die Kleidung betrifft. Auch Fotografen kommen auf ihre Kosten. Auf der Decke sitzen, Picknicken, Sehen und/oder Gesehen werden...

Ich persönlich habe mich entschlossen zum WGT 2015 kein Ticket zu kaufen, sondern das Viktorianische Picknick zu geniessen und die restlichen Tage in der Sixtina oder auf dem Heidnischen Dorf verbringen. Hier gibt es eindeutig mehr für mich zu entdecken.

Umsetzung: Die Randgruppe GmbH