Engelsblut "Meer"

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Review "Meer"

Benjamin Luikenga aka Engelsblut ist mir ja schon länger bekannt. Meine Aufmerksamkeit wurde seinerzeit durch das Lied "Wunderschön" erregt. Man könnte sagen, dass mit "Meer" im 18. Jahr der 17. Release erschienen ist. Bezieht man die Demos mit ein, sogar der 18.

Damit sind wir auch schon beim Thema. Das Album beginnt direkt und ohne Intro, der Opener regt zum Nachdenken an, aber dazu später. Seit das Projekt im Jahre 1998 gegründet wurde, hat sich natürlich ein Stil entwickelt, der ein Konglomerat aus vielen verschiedenen Spielarten ist. So findet man Wave, Gothic oder Gothic-Rock ebenso wie rockige Elemente. Was immer wieder im Ohr hängen bleibt, sind allerdings die Folk- oder Mittelalter-Rock Einflüsse.

Zurück zum Opener. Bei "Heimatliebe" wird etwas Gesellschaftskritik laut. Jedoch nicht mit erhobenen Zeigefinger, sondern eher zum Nachdenken anregend bringt der Mastermind den textlichen Inhalt herüber. Bei den 20 Tracks des Albums findet man ebenso weiter zum Nachdenken anregende Songs ("Das ist alles!") wie auch unter die Haut gehende Texte ("Still" oder "Vergiss die Liebe"). Mein persönlicher Favorit ist allerdings "Sternenjäger", hier blickt man mit einem Augenzwinkern auf den Alltag. Ich zumindest kam nicht umhin zu schmunzeln. Dasselbe geschah bei "Queen of Dorf" auch wenn man sich bei einigen wenigen Textpassagen wiedererkannt hat (Ja ich geh morgens auf Facebook und war auch erst kürzlich noch bei Knuddels). Ein weiterer unter die Haut gehender Text ist "Zerbreche mich", ob nun im Orchestral Mix oder in der Raw Version bleibt es ein feines Stück Musik zum dahinsinken.

Benjamin Luikenga setzt auf deutsche Liedtexte und hat mit "Meer" ein vielschichtiges Album veröffentlicht. Wollt Ihr etwas "Meer" in Euren Ohren? Dann nix wie ab zu Bandcamp.
(Murmel)

Label self-distributed via bandcamp | 04.08.2016 | Homepage https://engelsblut.bandcamp.com/album/meer
Umsetzung: Die Randgruppe GmbH